Gabriel-Technology

Beurteilung und Stellungnahme zur Gabriel-Technologie

Zur Gabriel-Technologie gibt es immer wieder eine Reihe von Verständnisfragen, die sowohl die Elektrotechnik betreffen (insbesondere beim Mobilfunk) als auch weitere Wissenschaftsgebiete tangieren. Daher kommt es wiederkehrend zu ähnlichen Fragenstellungen, wie z.B.: „Schirmt die Gabriel-Technologie ab, ändert sie den SAR-Wert oder vermindert sie Sendequalitäten?“, „Warum werden Messungen im niederfrequenten Bereich gemacht, wenn das Mobilsignal doch im Hochfrequenz-Bereich liegt?“, „Wie kann es eine Interaktion zwischen einem passiven Teil und den aktiven Feldern geben?“, „Wie kann durch ein inaktives Produkt es zu biologischen Wirkungen kommen?“ oder „Was ist das EMI-Potenzial und kann man dieses mit der Hochfrequenz in Beziehung setzen?“. Diese Fragen sind leider nicht jeweils in einem kurzen Satz zu beantworten, da sie oft mehrere ganz unterschiedliche Themenkomplexe betreffen.

 

Ich versuche daher die oben genannten Fragen folgend nach bestem Wissen und Gewissen fundiert und möglichst allgemeinverständlich in gestraffter Form zu erklären und die wissenschaftlichen Hintergründe zu umreißen – dafür muss ich die Fragestellungen jeweils grundsätzlich und in ihrem Zusammenhang beleuchten.

 

Ich beobachte und verfolge die Gabriel-Technologie seit nunmehr über 10 Jahren als Sachverständiger und Fachjournalist. Mir wurde stets Einblick in alle Dokumente und Studien gewährt – sowohl seitens der Firma Gabriel-Tech GmbH wie auch seitens des Geophysikalische-Forschungs-Gruppe e.V.  Ich konnte sogar bei einigen Studien und Untersuchungen selbst anwesend sein und führte auch vergleichende Untersuchungen mit meinen eigenen Assistenten erfolgreich im eigenen Labor durch.

Somit bin ich der Überzeugung, dass ich im vergangenen Jahrzehnt einen tiefen Einblick aus erster Hand bezüglich der Gabriel-Technologie erhalten konnte.

 

 

A. Einführung und Problematik

 

Über allgemeinen die Bedenken bezüglich des Mobilfunks braucht hier an sich nichts mehr gesagt werden, denn dieses Thema wird immer häufiger diskutiert. Deshalb seien im Folgenden nur einige beispielhafte Entwicklungen aufgeführt, die aufhorchen lassen.

 

In mehreren Ländern (z.B. in Italien und in den USA) werden bereits heute Prozesse gegen die Mobilfunkindustrie geführt.

Eine schwedische Forschergruppe um Professor Hardell hat neueste Daten zur Wirkung von Handystrahlung auf das Gehirn ausgewertet. Diese ergaben ein um mehr als 7-fach erhöhtes Gehirntumorrisiko durch Handys und DECT-Telefonen bei einer Langzeitnutzung von mehr als 20 Jahren. Dieses Ergebnis bestätigt die im Mai 2011 durch die WHO erfolgte Einstufung der Mobilfunk-Strahlung als „möglicherweise Krebs erregend“ (= Stufe 2B der WHO-Kategorisierung), geht aber noch weiter: Die schwedischen Forschern fordern, dass Mobilfunkstrahlung von Stufe 2B sofort auf Stufe 1 der WHO-Kategorisierung angehoben und somit als „krebserregend“ eingestuft werden.

 

Viel aussagekräftiger ist aber ein Faktum, das die Existenz des Risikos und seine Gefährlichkeit unterstreicht: Swiss Re, eine der weltweit größten Rückversicherungsgesellschaften, hat im letzten Jahr Mobilfunk in die höchstmögliche Risikostufe eingestuft.

Versicherer und insbesondere Rück-Versicherer befürchten also bei nachgewiesenen Gesundheitsbeschwerden neue Schadensersatzansprüche und große Verluste bei der Produkthaftpflichtversicherung wohl in Milliardenhöhe.

 

Swiss Re warnt vor Risiken, die in der Sparte Produkthaftpflicht bei Mobiltelefonen und Sendeanlagen auftreten können:

„Durch die Allgegenwart von elektromagnetischen Feldern steigen die Bedenken über die möglichen Einwirkungen auf die menschliche Gesundheit, insbesondere in Bezug auf den Gebrauch von Mobiltelefonen, sowie bei Stromleitungen und Sendeanlagen. In den letzten 10 Jahren haben sich die drahtlosen Geräte massiv ausgebreitet. Die Verbindung von Mobiltelefonen mit der Computertechnologie hat zu einer starken Zunahme neuer und neu entstehender Technologien geführt. Diese Entwicklung hat die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern erhöht, deren ganze Auswirkungen auf die Gesundheit noch unbekannt sind.“

 

Swiss Re unterscheidet bei neu auftauchenden Risiken zwischen potentiell niedrigen, potentiell mittleren und potentiell hohen Auswirkungen der Risiken. Elektromagnetische Felder, die von Sendeanlagen und Mobiltelefonen ausgehen, werden unter den potentiell höchsten Folgen eingereiht.

 

Wenn die Rückversicherer sich nun aus der Verantwortung ziehen und solche Empfehlungen geben, kann man erst abschätzen welche Faktenlage wohl wirklich hinter den Kulissen bekannt ist und wie diese seitens des Risikos bewertet wird. Es ist bedauerlich, aber wenn es um Geld geht, dann beziehen die Investoren und Versicherer Stellung. Und spätestens dann sollten auch wir alarmiert sein.

 

B. Der sogenannte „SAR-Wert“ und die Thermik

 

Ein aktueller Gerichtsentscheid in Italien hat erstmals den Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und der Schädigung der menschlichen Gesundheit festgestellt. Und in den USA läuft gerade ein globaler Prozess gegen die gesamt Mobilfunkindustrie vor dem Supreme Court in Washingon. Bisher war die Studienlage immer noch nicht schlüssig in Bezug auf mögliche negative gesundheitliche Auswirkungen von „Mobilfunkstrahlungen“. Dies wird sich mit dem Prozess in den USA ändern, denn erstmals wurden auch Nobelpreisträger befragt, die ihre kritischen Belege vorlegen konnten.

 

Solche Studien waren bisher schwer durchzuführen, da sie immer nur einen Teilaspekt beleuchten, selten Langzeitrisiken beobachten und auswerten und zum Teil an völlig ungeeigneten Objekten, wie z. B. am Kunstkopf beim SAR-Wert (thermische Erwärmung des Gehirns), durchgeführt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die elektromagnetischen Felder, wie sie von Mobiltelefonen ausgestrahlt werden, bereits als für die Menschen möglicherweise krebserregend (Klasse 2B) eingestuft.

Man muss sich also fragen: Was ist der SAR-Wert eigentlich und welche Risiken erfasst er?

 

Der Begriff SAR bedeutet „Spezifische Absorptionsrate“ (W/kg). Der SAR-Wert ist ein physikalisches Maß für die Absorption von elektromagnetischen Feldern in lebenden Geweben. Die Absorption einer elektromagnetischen Feldenergie führt durch Steigerung der Molekularbewegung immer zu einer dielektrischen Erwärmung des Zielgewebes. Dies ist die sogenannte thermische Wirkung, auf die sich alle Studien beziehen. Herleitbar ist sie über die elektrische Feldstärke (V/m), die entsprechende Stromdichte (A/m²) oder die direkte Temperaturerhöhung im Gewebe (J/kg). Der SAR-Wert bezieht sich zudem nur auf die Emissionen der hochfrequenten Mobilfunk-Wechselfelder. Bei der Beurteilung der Erwärmung durch Handy-Emissionen wird diese Messung allerdings in einem „Kunstkopf“ mit einer Ersatzflüssigkeit vorgenommen; dies berücksichtigt in keiner Weise die realen Vorgänge eines biologischen Gewebes, da dort variable Faktoren wie beispielsweise spezifische Dichte, bioelektrische Leitfähigkeit, Wärmekapazität des Gewebes und die eigene EMK (Elektromotorische Kraft) der Zellen hinzukommen. Diese werden bei den experimentellen am Kunstobjekt durchgeführten SAR-Messungen nicht berücksichtigt, weshalb diese Messungen einerseits ungeeignet sind, um überhaupt eine biologisch relevante thermische Reaktion der Gewebe zu bezeichnen, und andererseits eben nichts über die athermischen Effekte von beispielsweise gepulsten elektromagnetischen Signalen auf die Zellmembranpotenziale und die daraus resultierenden Reaktionen aussagen können. Um den SAR-Wert zu senken, muss man entweder die Emission vermindern oder sie wirksam abschirmen.

 

So hat das internationale Forscherteam Panagopoulos/Johansson/Carlo im Jahr 2003 in seiner wissenschaftlichen Veröffentlichung „Evaluation of Specific Absorption Rate as a Dosimetric Quantity for Electromagnetic Fields Bioeffects“ den SAR-Wert als für diesen Zweck ungeeignet einstuft. Auch das Portal „Diagnose Funk“ kommt zu dem Urteil: „Der SAR-Wert ist ein untaugliches Instrument des Gesundheitsschutzes und die Aussage ‚Keine Erwärmung – keine Gefahr!‘ geradezu absurd.“

Die Gabriel-Technologie nimmt keinerlei Einfluss auf diese thermische Komponente und somit den SAR-Wert. Sie schirmt also nicht ab und beeinflusst in keiner Weise die Stärke der Mobilfunk-Emissionen oder die Sende- und Empfangseigenschaften. Dies wurde bereits 2004 durch das GEDIS Institut für den SAR-Wert und 2002 durch den TÜV Mikes-BABT bezüglich der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) gutachterlich bestätigt.

 

C. Das EMI-Potenzial und der eSmog-Cocktail

 

Ein gänzlich anderer Effekt ergibt sich aus den Überlagerungen und Interferenzen von Mobilfunk-Wellen mit anderen elektromagnetischen, elektrischen und magnetischen Gleich- und Wechselfeldern. Rein physikalisch haben wir es auch hier stets mit den Grundgrößen Spannung und Stromstärke und deren Kombinationen und Herleitungen zu tun.

 

Der Begriff „EMI-Potenzial“ bedeutet „Elektromagnetisches Interferenz-Potenzial“. Das EMI-Potenzial ist ein physikalisches Maß für das durch Überlagerung (Interferenz) verschiedener elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder entstehende Leistungspotenzial an deren Überlagerungsort, dargestellt in µW/m². Elektrische Feldstärke (V/m) und elektrische Stromstärke (A/m) werden zueinander in zeitliche und räumliche Beziehung gesetzt. Daraus lässt sich die jeweilige vorherrschende Leistung bzw. Leistungsflussdichte (W/m²) errechnen. Beim EMI-Potenzial wird also nicht nur die Emission beispielsweise eines Handys isoliert, sondern diese in Kombination mit den anderen am jeweiligen Wirkort interferierenden Feldern betrachtet.

 

Die Elektromagnetische Interferenz (EMI) bezeichnet in der etablierten Technik also Störungen, die aufgrund elektromagnetischer Induktionen oder von einer externen Quelle emittierten elektromagnetischen Strahlungen bzw. Signalen durch räumliche Überlagerung auftreten können. Solche Überlagerungen führen zu Störungen, die andere Signale unterbrechen oder behindern können oder anderweitig zu beeinträchtigen in der Lage sind. Hervorzuheben ist jedoch, dass bei einer EMI im Überlagerungsbereich neue, zusätzliche Signale entstehen, die  nicht auf den sie erzeugenden Signalen selbst beruhen, sondern das Resultat der Interfrequenzen darstellen. Anders ausgedrückt: Wenn zwei Wellen ähnlicher Frequenz sich überlagern und interferieren, dann liegen im System einerseits die beiden Quellsignale vor und andererseits eine neue Signalform, die sich im Zuge der Interferenz aus der Differenz dieser beiden Quellsignale ergibt. Damit liegen bei der Elektromagnetischen Interferenz schlussendlich drei (!) unterschiedliche Signale vor. Dieses Phänomen ist in der Elektrophysik und Elektrotechnik eine schon seit langem bekannte Definition.

 

In der EMI steckt also ein weiteres Phänomen: Sie ist in der Lage, elektrische Energie zu erzeugen bzw. freizusetzen.

 

Betrachten wir nun das EMI-Potenzial. Das EMI-Potenzial ist ebenfalls kein physikalisches Maß oder eine Messeinheit, sondern eine neue physikalische Definition, die durch die Forschung an der Gabriel-Technologie entdeckt und definiert wurde.

Das physikalische Maß leitet sich hierbei aus der herkömmlichen elektrische Leistung P (P = U x I), klassisch dargestellt in Watt, ab.

 

Bezogen auf eine flächenbezogene Strahlungsleistung elektromagnetischer Signale (E) ergibt sich der Wert W/m², der sich aus der Verbindung von V/m und A/m als definierende Feldstärken (E bzw. H) durch Multiplikation zu VA/m² verbindet und damit zu W/m². Beim EMI-Potenzial wird dies dann für die multiplen Interferenzen speziell in µW/m² dargestellt.

 

Diese Definition ist eine Gabriel-Definition, wobei das Besondere darin liegt, dass es als Leistungspotenzial von Interferenzen verschiedener elektrischer und magnetischer Feldstärken definiert wurde: ElektroMagnetisches Interferenz-Potenzial. Potenzial bedeutet (noch nicht aktiv gewordene) Energie und somit die Menge einer möglichen nutzbaren Leistung = W/m².

 

Darin unterscheidet es sich von der aktiv gewordenen Leistung, nämlich der Arbeit pro Zeit = W/h.

 

Damit ist das EMI-Potenzial ein wichtiger Begriff der Gabriel-Tech GmbH um „Störungen aus Überlagerungen“ in Maß und Zahl darzustellen und zu dokumentieren.

Der Überlagerungsort kennzeichnet dabei den Ort, an dem sich verschiedene Feldeinflüsse (resultierend aus elektrischen und magnetischen sowie elektromagnetischen Feldstärken) treffen und kreuzen bzw. sich interagierend und interferierend überlagern. Hier befindet sich jeweils der HotSpot dieses „eSmog-Cocktails“.

 

Das EMI-Potenzial ist somit kein neues Maß sondern neue Definition einer Kombination. Das Maß ist ganz klassisch W/m² (p = Leistung). Das EMI-Potenzial wird so gezielt als Definition für die Leistung einer ElektroMagnetischen Interferenz und ihren summativen, zum Teil neu erzeugten Feldkomponenten genutzt.

 

Die Darstellbarkeit der sogenannten „Geister“-Frequenzen durch solche Interferenzen konnte im Jahr 2004 durch das Mess-Labor Josef Armbrusch in hochauflösenden Vergleichsmessungen mit zertifizierten HighTech-Geräten im Zusammenhang mit der Gabriel-Technologie mehrfach belegt werden.

 

D. Wirbelströme, Potenzialwirbel und Feldkatalyse

Die Gabriel-Technologie-Produkte nutzt ein Mehrschicht-Verbund-Dielektrikum, welches sich aus einem leitenden Kernmaterial (Aluminium) aufbaut, das von zwei nichtleitenden dielektrischen Polymerschichten umgeben ist. Im metallischen Anteil werden klassische physikalische Effekte erzeugt.

 

Ein externes magnetisches Wechselfeld induziert in diesem elektrisch leitenden Kernmaterial eine Spannung. Das Material wirkt dabei wie eine in sich geschlossene Leiterschleife. Die Induktionsspannung im Kern wird kurzgeschlossen und bei guter Leitfähigkeit entstehen entsprechende Induktionsströme. Da feste Stromwege im massiven Kernmaterial fehlen, fließt der Strom ungeordnet und wird „Wirbelstrom“ genannt.

 

Wirbelströme erzeugen ihrerseits ein Magnetfeld, das wiederum der Änderung des Feldes entgegenwirkt. Dadurch wird bei hohen externen befeldenden Frequenzen der Strom aus der Mitte des Leiters verdrängt (Skin-Effekt). Die Wirbelströme fließen dann nur noch an der Oberfläche des Kernmaterials, wodurch es zu interaktiven Dämpfungen der Feldstärken durch Phasenverschiebung gegenüber dem erzeugenden Feld kommt.

 

Das wiederum führt zum Phänomen der Potenzialwirbel, die Meyl detailliert beschrieben hat: „Jeder Wirbel in Leitern (Wirbelstrom) hat auch einen Wirbel (Potentialwirbel) im Dielektrikum. Es besteht eine Dualität der Wirbel.“

 

Es gibt auch Wirbelpaarungen zwischen Wirbeln in Leitern (Wirbelströmen) und Wirbeln im Dielektrikum, die von Meyl entdeckten Potenzialwirbel. Durch die Existenz von Potenzialwirbeln im Dielektrikum ergeben sich sehr komplexe und über größere Strecken interagierende Wirksysteme in umgebenden Feldern, wobei der Übergang von einer Welle zum Wirbel und von einem Wirbel zu einer Welle verlustfrei stattfindet. Beide Zustände sind stabil. Der Übergang von einer Welle in einen Wirbel und von einem Wirbel in eine Welle erfolgt durch eine (magnetische oder elektrische oder aber auch dielektrische) Feldstörung. Der verlustfreie Übergang bedeutet, dass der Wirbel energietragend ist. Messungen des EMI-Potenzials zeigen die Auflösung von Potenzialwirbeln, da sich die kombinierten Feldstärken nach der Beseitigung einer Störung erheblich vermindern. Hier ist der Wirbel zur Welle geworden und hat die potentielle Energie, die vorher einen Hot Spot gebildet hatte, vektoriell umgeschichtet und damit verträglich „entsorgt“. An solch einer Feldstörung können sich Wellen verwirbeln und erhöhte EMI-Potenziale entstehen lassen. Dasselbe Prinzip (also die Dualität von Welle und Wirbel) gibt es bei sich überlagernden elektromagnetischen Wellen, die sich an Feldstörungen zu einem Potenzialwirbel verdichten. So können Potenzialwirbel nicht nur im Umfeld von Antennen und Leitern auftreten, sondern generell an Feldgrenzen, sofern sich die Verhältnisse für die Welle ändern (beispielsweise durch magnetische oder elektrische Felder oder auch Materialien).

 

Die Wirbelentstehung durch eine Feldstörung ist eines der Probleme bei der wissenschaftlichen Erforschung der biologischen Wirkungen von Elektrosmog, wie weiter unten diskutiert. Es entstehen multiple Effekte, die man von „Geister“-Frequenzen aber auch in der Funktechnik als Überreichweiten-Effekt kennt. Hier kommt es durch vielfältige Überlagerungen von Quell- und Wirbelfeldern zu Interferenzen und Phasenverschiebungen.

 

Im Fall von phasenverschobenen Quell- und Wirbelfeldern kommt es außerdem zu vektorialen Beeinflussungen. Dieser Zusammenhang wird wegen seiner zentralen Stellung als „Vektoranalysis“ beschrieben. Jede Feldkomponente kann sich dabei noch einmal aus der Überlagerung mit einem weiteren Feld zusammensetzen, wobei sowohl Quellenfeld- als auch Wirbelfelddichten vektorialen Einfluss auf vorhandene Ränder und dort herrschende Randdichten der interagierenden Felder haben. Damit können sich in diesem Interaktionsraum (dem Nahfeld-Areal) tiefgreifende physikalische Effekte aus dem daraus resultierenden EMI-Potenzial ergeben, die man im Zuge der Gabriel-Technologie zur Dämpfung dieser störenden Wirbelpotenziale erfolgreich zu einer Feldbereinigung bzw. Feldkatalyse einsetzt und somit die Feldstörung erheblich zu vermindern vermag. Um ein EMI-Potenzial zu vermindern kann man entweder alle Emissionsquellen dämpfen bzw. abschirmen – was realistisch nicht möglich ist – oder man verändert die Überlagerungsgradienten, mit denen die einzelnen Emissionen aufeinandertreffen, feldkatalytisch insoweit, dass das EMI-Potenzial sich gar nicht oder nicht so ausgeprägt aufbauen kann.

Diese Wirkungen und Effekte sind qualifiziert und definierbar und können durch exakte Messung der Effekte und Wirkungsstärke im Zuge des EMI-Potenzials reproduzierbar in µW/m² dargestellt werden.

 

Hier setzt insbesondere die Forschung des Geophysikalische-Forschungs-Gruppe e.V. unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Rothe (Universität Mainz) an, der bereits mehrere hundert Messungen des EMI-Potenzials an unterschiedlichen Mobilfunk-Typen durchgeführt hat.

 

E. Das passiv-aktive Transponder-Prinzip

 

Die Gabriel-Technologie-Produkte nutzen zur Feldkatalyse ein Mehrschicht-Verbund-Dielektrikum. Dieses besteht aus zwei nichtleitenden Polymer-Schichten, in deren Mitte sich ein Aluminiumleiter befindet.

 

Als Dielektrikum wird ein elektrisch nichtleitendes und nichtmetallisches Material bezeichnet, dessen Ladungsträger nicht frei beweglich sind. Besonders geeignet sind Polymere. Ein Dielektrikum ist ein von einem elektrischen Feld in einem Leiter abgegrenzter Bereich, durch den das Feld hindurchgeht. Es liegt selbst keine elektrische Leitfähigkeit vor. Die Feldgrößen in diesem Dielektrikum sind die elektrische Feldstärke und die elektrische Flussdichte. Die Ladungsträger sind im Dielektrikum nicht frei beweglich; sie werden durch ein äußeres elektrisches Feld polarisiert. Dabei kommt es zu einer Verschiebungspolarisation durch Induktion von elektrischen Dipolen im Material. Bei einem Wechselfeld „schwingen“ die negative Elektronenhülle und der positive Atomkern gegenläufig hin und her. Der Kern des Verbund-Dielektrikums der Gabriel-Technologie ist ein hochgradiger Leiter: gewalztes Aluminium. Metalle bestehen molekular aus einem fest strukturierten Metallgitter, in dem die Elektronenhüllen jedoch nicht wie beim Polymer (Dielektrikum) fest sind, sondern frei beweglich als Elektronengas vorliegen. Dadurch ergibt sich bei Metallen die Möglichkeit diese Metallgitter in ihrer Gitteranordnung strukturell zu modifizieren. Dies führt zu einer informationsgerichteten und dauerhaften Neuordnung der Gitterstruktur. So wird beispielsweise zur Tonaufzeichnungstechnik im Ferrit-Polymer-Bandmaterial analog eine spezifische Information einspeicherbar. Diese Technologie kennt man seit Jahren als „Strukturmodifikation“ und sie wird bei der Gabriel-Technologie genutzt, um vektorbeeinflussende Feldinformationen molekular einzuprägen.

 

Durch eine externe aktive Befeldung wird ein Wirbelfeld im an sich inaktiven Leiter erzeugt, der nun die Strukturinformationen für die Feldkatalyse via Modulation interaktiv in das Umgebungsfeld überträgt und dieses dadurch modifiziert. Dabei wird dieser modulierte Wirbelstrom-Effekt durch die Verschiebepolarisation des Dielektrikums verstärkt.

 

Wir haben es also quasi mit einem passiven Transponder zu tun, der erst durch externe Befeldung aktiv wird und dadurch seine feldspezifischen Strukturinformationen in das umgebene Feld überträgt. Er beeinflusst damit interagierend die vektorielle Qualität, nimmt also direkten Einfluss auf das Entstehen und die Stärke sich bildender EMI-Potenziale. Eine solche passive Transponder-Technik kennt man prinzipiell bereits seit Kriegsjahren als „Feind-Freund-Erkennungstechnik“ und verwendet sie heute als moderne RFID-Technologien, die als an sich passive Elemente fremd aktiviert werden und dann ihre Information freigeben. Dies ist durch Funkquarze auch in der Funktechnik schon seit Jahrzehnten bekannt. Durch ihre molekulare Strukturmodifikation wird erklärbar, warum die Gabriel-Technologie selbst weder gedruckte Schaltungen noch Batterien benötigt.

 

Die Eigenschaft der Gabriel-Technologie als Mehrschicht-Verbund-Dielektrikum zur Erzeugung von Wirbelfeldern wurde im Jahr 2006 im Rahmen einer staatlichen Begutachtung in der physikalischen Untersuchungsstelle des LKA Hannover beschrieben und definiert.

 

Details zu den eingebrachten Informationsarten, der Art und Weise der molekularen Strukturmodifikation und des Produktionsverfahrens der Gabriel-Technologie-Produkte unterliegen dem Betriebsgeheimnis.

 

F. Die athermischen Effekte und die Biologie

 

Die bereits weiter oben erwähnten, entstehenden Potenzialwirbel können in Bezug zu bioelektrischen Vorgängen ein erhebliches Störpotenzial aufweisen, welches sich durch Ankoppelung an die leitfähigen Substrate (z. B. Körperwasser) regelrecht entlädt und somit athermische Wirkungen erzeugen kann. Dies kennt man in der Funktechnik bereits seit Jahren als Standwellen beispielsweise am Antennenende. Die Entstehung der athermischen Wirkungen ist bedeutsam, weil wir uns im Bereich der zellulären Membranpotenziale in Größenordnungen von mV und bei nervalen Steuerungen (z. B. Herz- und Muskelaktivität) von µV bewegen; hier sind bereits kleinste Veränderungen biologisch gegebenenfalls hochrelevant. Hier spielen die „Zeitfenster“ der Signal-Modulationen jedoch eine erhebliche Rolle, wie das aus der modulierten Elektrotherapie bekannt ist. Diese Einflüsse ergeben sich nicht vordergründig durch die thermische Wirkung der hochfrequenten Trägersignale, sondern durch die aufmodulierten niederfrequenten Informationsanteile und die zusätzlichen niederfrequenten Interferenzen, die sich im Bereich zwischen 1 und rund 230 Hz bewegen. Diese resultierenden Modulationen liegen dabei genau in den Bereichen, in denen regulatorische biologische Signalübertragungen im Organismus stattfinden. Zusätzlich haben diese Feldmodulationen Einflüsse auf die DNS im Zuge von epigenetischen Methylsierungen und elektrobiologischen Aktivierungen durch Ladungsverschiebungen an Kontakt- und Membranflächen. Diese Einflüsse haben wiederum Auswirkungen auf die Art, Menge und Geschwindigkeit von Reizweiterleitungen und somit auf die gesamte Steuerung des Stoffwechsels und die vegetative Kontrolle der Organsysteme. Eine direkte Beeinträchtigung des extra- und intrazellulären Raumes und somit der Arbeitskraft des Zellplasmas bedingt durch die gestörte zeitgerechte Ver- und Entsorgung des zellinternen Stoffwechsels kann somit zu fehlerhaften oder unvollständigen Zellreaktionen führen. Der Stoffwechsel kann durch sogenannte Nonsens-Reaktionen (also wiederholte Leistungsanforderungen, die jeweils nicht folgerichtig erledigt werden können) regelrecht überfordert werden und dann – quasi ohne wirklich seine Arbeit leisten zu können – im wahrsten Sinne des Wortes „überhitzen“. Es kommt zu einem „Stoffwechselfieber“, also zur sogenannten athermische Wirkung. Diese resultiert nicht aus einer externen Befeldung, sondern aus einer internen Zellreaktion aufgrund störender Feldeinflüsse; hierzu gehören beispielsweise die Wirkungen auf den Ionenaustausch, die Zellteilung, die Blut-Hirn-Schranke, die Energiegewinnung der Zelle (ATP), den Einfluss auf die Bildung freier Radikale, die Gehirnströme usw. Und genau hier ist das EMI-Potenzial der maßgebliche Einfluss. Das sich an organischen Substraten entladende EMI-Potenzial wird hinsichtlich der biologischen Einwirkungen so von erheblicher Bedeutung, wie dies seitens der technischen Biologie durch Warnke (2009) mittlerweile auch offiziell beschrieben wird: „Ein experimentell untermauertes Modell stellt dar, dass Funktionsstörungen und Schädigungen von biologischen Organismen von einer gegenseitigen Abhängigkeit magnetischer und elektromagnetischer Felder bestimmt sind. Diese Schädigungen sind vordergründig nicht an Größen von Leistungsflussdichten und SAR-Werten elektromagnetischer Strahlungen gebunden, sondern sie werden von statischen Erdmagnetfeldern, zusammen mit niederfrequenten magnetischen Feldern technischen Ursprungs am jeweiligen Wirkort in Relation zu bestimmten kreuzenden elektromagnetischen Feldern verursacht. Umgekehrt bedeutet das, dass die durch bestimmte Frequenzen verursachten Schädigungen erst dann überhaupt möglich werden, wenn gleichzeitig bestimmte statische und/oder niederfrequente Magnetfelder die elektromagnetischen Felder und Strahlungen kreuzen. Dieses Modell erklärt letztlich die hohe Variabilität von Reaktionen und Effekten bei Organismen einschließlich des Menschen und es ist hoch plausibel. Es geht hier keinesfalls um thermische Wirkungen, sondern eher um Resonanzen, Vektorwinkel und zufällige Konstellationen, die zusammen bisher messtechnisch nicht erfasst werden.“

 

Diese „zufälligen Konstellationen“ stellen letztendlich das oben erwähnte EMI-Potenzial dar und können erstmals im Zuge der Gabriel-Technologie-Forschung reproduzierbar gemessen werden.

 

Die athermischen Auswirkungen eines solchen EMI-Potenzials im Organismus konnten bereits im Jahr 2004 mittels vergleichender HRV- und IR-Thermographie-Messungen live vor laufender Kamera im Rahmen einer RTL-Dokumentation bezüglich der vegetativen Nerven- und zellulären Stoffwechsel-Beeinflussung durch das Fachingenieurbüro Karl Krautgasser gutachterlich gesichert werden. Die Auswirkungen auf Gehirnaktivitäten wurden in spezifischen vergleichenden EEG-Untersuchungen 2003 im Institut für Kommunikation und Gehirnforschung durch Günter Haffelder dokumentiert.

 

G. Fazit und Beurteilung

 

 

Mir ist bewusst, dass ich die hochinnovative Gabriel-Technologie nur grob umreißen kann, da ich sonst diesen Rahmen sprengen würde. Grundlagen und Studien sind umfangreich und umfassen die verschiedensten Wissenschaftsansätze. Im Jahr 2013 wurde von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Non-Profit-Unternehmens The Science and Public Policy Institute in Washington, D.C. ein umfangreiches und aktuelles White-Paper bezüglich der interdisziplinären wissenschaftlichen Grundlagen der Gabriel-Technologie erstellt, welches auch auf vielfältige einschlägige internationale Publikationen Bezug nimmt.

Die Schwierigkeit der Verständnisse dieser besonderen Technologie ist mir gleichfalls bewusst, da ich in meiner Arbeit Verständnisprobleme selbst bei Technikern sehe, wenn es nur um einfachste Prinzipien wie z. B. die Funktion der Negativ-Ionisation geht.

Abschließend kann ich nach über einem Jahrzehnt Kenntnis der Technologie nur bestätigen, dass die wissenschaftliche Test- und Studienlage beeindruckend und die Wirkung gesichert ist, dass ich bei vielen der Untersuchungen selbst zugegen war und mich von der Richtigkeit überzeugen konnte, und dass ich durch Untersuchungen im eigenen Labor die Messergebnisse nachvollziehen konnte und somit bestätigen kann.

 

Doz. Ulrich Knop

Sachverständiger für Medizintechnik (BDSF)

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